Telekom-Chef Tim Höttges: «Wir wollen die starke Entwicklung der vergangenen Jahre noch übertreffen.» (Urheber/Quelle/Verbreiter: Oliver Berg/dpa)

Die Deutsche Telekom will in den kommenden Jahren einen Gang hochschalten. Der Umsatz solle bis 2024 jährlich um ein bis zwei Prozent zulegen, teilte der Dax-Konzern in Bonn anlässlich seines Kapitalmarkttages mit.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach Leasingkosten (Ebitda AL) solle pro Jahr durchschnittlich um drei bis fünf Prozent steigen. «Wir wollen die starke Entwicklung der vergangenen Jahre noch übertreffen und den Konzern mit nachhaltigem Wachstum in die Zukunft führen», sagte Telekom-Chef Tim Höttges laut Mitteilung.

Dabei sollen auch die Aktionäre profitieren. So will der Konzern das für die Dividende wichtige bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) von 1,20 Euro im vergangenen Jahr bis 2024 auf mehr als 1,75 Euro steigern. Unter Vorbehalt sollen davon 40 bis 60 Prozent ausgeschüttet werden, wobei das Minimum weiterhin bei 60 Cent je Aktie bleibt.

Kunden versprach der Konzern, ab 2024 jährlich mehr als 2,5 Millionen neue Glasfaser-Anschlüsse bis ins Haus (FTTH, Fibre to the Home) anzubieten. Beim neuen Mobilfunkstandard 5G soll bis 2024 die Bevölkerungsabdeckung hierzulande auf 97 Prozent steigen.

Ihre Beteiligung an der amerikanischen Tochter T-Mobile US will die Telekom erhöhen. «Ja, wir wollen uns die Mehrheit an T-Mobile sichern», so Höttges. Damit bestätigte der Manager Medienberichte. Er ließ allerdings offen, wann genau er die Kaufoption ziehen möchte, um eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an T-Mobile US zu erreichen. Derzeit hält der Bonner Konzern 43 Prozent, hat durch eine Stimmrechtsvereinbarung mit dem japanischen Softbank-Konzern aber bereits die Kontrolle und verbucht die US-Tochter damit in den eigenen Konzernzahlen.

Bereits im Juni des vergangenen Jahres hatte sich die Telekom in Verhandlungen mit Softbank die Option gesichert, die Aktienmehrheit an T-Mobile US zu übernehmen. Die Vereinbarung sah vor, dass Softbank – einer der weltweit größten Tech-Investoren – Aktien von T-Mobile US im Wert von rund 21 Milliarden Dollar verkaufen durfte. Softbank hatte auf Druck von eigenen Investoren ein großangelegtes Verkaufsprogramm bei seinen Beteiligungen aufgelegt, um mit dem Geld Schulden zu verringern und Aktienrückkäufe in großem Stil zu tätigen.

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