Dax mit Erholungsversuch nach Rückschlag zum Wochenstart

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Fredrik von Erichsen/dpa)

Nach dem schwachen Wochenstart hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag einen Stabilisierungsversuch gestartet. Der Dax startete moderat im Plus, gab seine Gewinne dann jedoch nach und nach ab.

Zuletzt verbuchte der Leitindex ein kleines Minus von 0,02 Prozent auf 13.934,52 Punkten. Der MDax für mittelgroße Werte hielt sich im frühen Handel mit 0,35 Prozent auf 31.212,32 Punkte im Plus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 konnte ein kleines Plus von 0,07 Prozent halten.

Marktbeobachter sprechen nach der jüngsten Rekordrally von einer Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt. Die Luft sei zunächst einmal raus, nachdem der Dax in der ersten Handelswoche des Jahres über 14 100 Punkte gesprungen war. Auf dem erreichten Niveau seien bereits sehr positive Erwartungen eingepreist.

Einzelne Aktien am deutschen Markt wurden am Dienstag vor allem von Analystenurteilen bewegt. Unternehmensnachrichten waren rar. BMW gab weltweite Absatzzahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr bekannt. Sie bewegten jedoch kaum, da Absatzzahlen immer auch monatlich veröffentlicht werden. Die Aktie verlor 0,4 Prozent.

Dagegen zogen HeidelbergCement um 1,1 Prozent und BASF an der Dax-Spitze um 1,7 Prozent hoch. Die Bank of America empfiehlt nun die bislang mit «Neutral» bewertete Aktie des Heidelberger Baustoffherstellers zum Kauf. Das Analysehaus Bernstein äußerte sich optimistischer zu BASF.

Nach dem von Teamviewer vorgelegten Zahlenwerk am Vortag und den Verlusten von knapp 4 Prozent ging es am Dienstag wieder um 1,8 Prozent auf 41,55 Euro nach oben. Die US-Bank Goldman Sachs bekräftigte ihre Kaufempfehlung und hob zugleich das Kursziel für die Aktie des Herstellers von Fernwartungssoftware von 47 auf 53 Euro an.

Die DZ Bank und Kepler Cheuvrex äußerten sich positiv zum Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub, der tags zuvor seine Gewinnziele angehoben hatte. Die Aktie gewann 1,3 Prozent und baute damit ihr Vortagesplus aus.

Dagegen senkte die Privatbank Berenberg ihr Anlageurteil für New Work auf «Sell» und begründete dies mit dem guten Lauf der Aktie, die seit Anfang November in der Spitze rund ein Viertel an Wert gewonnen hatte. Das Papier, das anfänglich geschwächelt hatte, drehte rasch wieder ins Plus und stieg zuletzt um 1,0 Prozent.

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