Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Fredrik von Erichsen/dpa)

Dem Dax hat es am Freitag an frischem Schwung gefehlt. Nach den Kursgewinnen vom Vortag notierte der deutsche Leitindex zuletzt mit 0,11 Prozent im Minus bei 15.571,32 Punkten. Er steuert damit aber auf ein Wochenplus von 0,8 Prozent zu.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte schlug sich besser, er legte zuletzt um 0,25 Prozent auf 34.431,38 Punkte zu.

Aktien aus dem Bausektor waren gefragt, sie profitierten von Fortschritten des US-Präsidenten Joe Biden im Ringen um billionenschwere Investitionen in die Infrastruktur. Auch wenn eine Zustimmung im Kongress weiter als nicht gewiss gilt, rückten die Titel des Baustoffkonzerns Heidelbergcement um 1,7 Prozent vor und jene des Baukonzerns Hochtief im MDax um 1,9 Prozent.

Mit einem Anstieg um 5,7 Prozent waren im Dax aber vor allem die Adidas-Papiere stark gefragt. Hier verwiesen Börsianer auf einen Umsatzsprung des Wettbewerbers Nike, dessen Aktien im vorbörslichen US-Handel prozentual zweistellig anzogen. Die Adidas-Titel schafften es mit 310 Euro in der Spitze auf ein Hoch seit Anfang 2020, als die Aktie bei 317 Euro ihren Rekord aufgestellt hatte. Auch die Papiere des Konkurrenten Puma profitierten davon im MDax mit einem Anstieg um 1,2 Prozent.

Auf der Verliererseite stand dagegen die zuletzt rekordhohe Aktie der Deutschen Post, die um knapp ein Prozent sank. Auch hier waren die Blicke auf einen US-Wettbewerber gerichtet: Fedex verfehlte mit seinem Ausblick die Erwartungen. Auch die Aktien der Hornbach Holding standen im Blickfeld. Gute Quartalszahlen und der in Aussicht gestellte Erlösanstieg in diesem Jahr sorgte unter den Anlegern für Begeisterung. Der Kurs wurde um 15,6 Prozent nach oben katapultiert.

Schwer unter Druck standen dagegen die Aktien von K+S die im MDax um 4,5 Prozent abrutschten. Sie schienen damit nach bislang sehr gutem Lauf in diesen Jahr wieder in den Korrekturmodus umzuschwenken, hieß es am Markt. Von Mitte April bis Mitte Juni waren sie im Zuge steigender Preise für Kalidünger um die Hälfte angesprungen.

Der Euro wurde zuletzt mit 1,1954 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1936 Dollar festgesetzt. Die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen sank am Freitag von minus 0,27 Prozent auf minus 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,02 Prozent auf 144,71 Punkte zu. Der Bund-Future gab leicht um 0,11 Prozent auf 172,08 Punkte nach.

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